Die ‘Antinationale Offensive Saar [ANO]‘ hat auf der Saarbrücker Nachtanzdemo einen Flyer zum Bildungsstreik verteilt, welcher nun auch hier dokumentiert wird:

CDU, FDP, die Grünen, SPD, die Linke – Alles keine Hilfe


ANO_Logo_weiss_1Wie die letzten Jahre sind wir heute hier um für bessere Bildungsbedingungen, gegen Leistungsdruck in Schule und Uni und vieles mehr zu demonstrieren. Einigen mag es dabei vielleicht wichtiger sein, dass der Bachelor und der Master überarbeitet werden. Andere wollen keine Gebühren für ihr Studium zahlen. Aber heute sind nicht nur Studenten hier, mit Sicherheit sind auch Schüler da, die gegen Einheitsabitur, Noten und unfähige Lehrer demonstrieren wollen. Nicht vergessen werden sollten aber auch die Auszubildenden, sie wollen nach ihrer Ausbildung Arbeit finden, also übernommen werden und natürlich wollen sie auch so bezahlt werden, dass sie von dem Geld gut leben können.

Jetzt könnte mensch meinen, dass die Herkunft der Leute so unterschiedlich ist, dass es keinen Sinn macht, eine gemeinsame Demo für bessere Bildungsbedingungen zumachen, aber genau das ist nicht der Fall. Wir haben im Prinzip alle das selbe Problem, nämlich dass die Regierung uns unsere Zukunft versaut, weil sie leistungsfähige Mensch-Maschinen für die Wirtschaft „produzieren“ wollen. Unsere Zukunft ist den meisten Politikern schlicht und einfach scheißegal, die Hauptsache ist nur, dass wir sie wählen, wenn sie wie Hubert Ulrich behaupten, dass alle Gebühren abgeschafft werden und wenn sie dann in ihrem Sessel sitzen können sie sich an nichts erinnern und wollen Gebühren für Langzeit- und Zweitstudium verlangen . Dieses Problem ist aber nicht das Problem einzelner Politiker oder bestimmter Parteien, es ist vielmehr systembedingt, denn jeder redet von „Wahlversprechen“, von denen mensch doch wüsste, dass sie ohnehin nicht erfüllt werden und doch gehen die meisten zur Wahl um einem Hubert Ulrich „ihre Stimme“ zugeben. Ein alter Spruch beschreibt genau dieses Problem: „Wenn Wahlen etwas (zum Positiven) ändern würden, wären sie verboten.“ Deshalb werden wir unsere Stimme nicht mehr abgeben wir werden selbst für uns sprechen und genau das tun wir heute und es ist 100mal besser selbst etwas zu tun, als sich halbherzig vertreten zulassen. Unser oberstes Ziel muss lauten, dass wir selbstbestimmt handeln wollen, wir müssen entscheiden dürfen, was uns betrifft, natürlich in Absprache mit den Lehrenden. Nur durch Selbstbestimmung können wir die Bedingungen schaffen, die wir brauchen, dass kann und will niemand für uns tun. Es gilt für eine freie, soziale und selbstbestimmte Welt zu streiten. Nur wer das akzeptiert wird etwas erreichen können, wer bei den Parteien hausieren geht und „Mitbestimmung“ fordert, wird eine genauso derbe Enttäuschung erleben, wie diejenigen die Hubert Ulrich geglaubt haben. Wir verzichten auf Hubert Ulrich, die Grünen und alle anderen Parteien, wir verzichten auf den Landtag und Peter Müller, wir verzichten auf den Bildungsminister und sein Ministerium, wir nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand.


Für Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen!
Gegen Wahlversprechen und die Herrschaft der falschen Freiheit!

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